|
Transsexualität ist eine körperliche Störung.
Der Satz "im falschen Körper geboren" zu sein, ist wahr.
Ziel dieser Seite ist die gesellschaftliche Anerkennung von Transsexualität als körperliche Störung und der Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung. Das Angebot stützt sich dabei auf Untersuchungen aus den Bereichen Humangenetik und Neurowissenschaft und bezieht dabei eindeutig Stellung: Auslöser für sowohl medizinische als auch gesellschaftliche Diskriminierung ist die falsche Sichtweise, die aus transsexuellen Menschen Personen machen will, die "psychisch gestört" sind, was nach dem offiziellen Katalog der zu behandelnden Krankheiten der WHO immer noch Stand der Dinge ist. Damit werden auch im Jahr 2006 Menschen, die behaupten, dass sie "im falschen Körper" geboren worden sind (bezogen auf den Geschlechtskörper) immer noch zu Lügnern und Nicht-Existenten Wesen erklärt. Diese Sichtweise als falsch zu entlarven, Diskriminierungen aufzuzeigen und Klischees zu bekämpfen soll genauso Ziel dieser Seite sein, wie die Erfüllung folgender Aussage:
Jeder Mensch hat ein Recht zu existieren.
Hier klicken: Menschenrecht und Transsexualität - Ticker-feed
(Anmerkung: Diese Webpräsenz richtet sich an Menschen, die mit gegengeschlechtlichen körperlichen Merkmalen geboren wurden und nicht an Geschlechtswechsler)
Aktuelles:
In der letzten Woche habe ich wieder einmal ein Gespräch mit einem
transsexuellen Menschen führen müssen, welcher meinte, dass die
Beschreibung "Mann, der sich wie eine Frau fühlt" ganz gut zu ihm
passen, dieser Mensch sich selbst aber als Frau sehen würde und
deswegen dann auch eine Vornamensänderung betragen will, obwohl Papiere
angeblich ja nicht so wichtig wären, sondern der Alltag zähle. Ja, ich
gebe es zu, dass mich das ziemlich nervt, wenn Menschen eine Ent- und
Wederhaltung (im Gegensatz zu ent- oder weder) an den Tag legen und
zweierlei sich gegenseitig widersprechende Aussagen gleichzeitig
treffen und auch noch meinen, dass das irgendeinen anderen Menschen
vermittelbaren Sinn machen würde. Nein, es ist nicht vermittelbar. Und
ich möchte auch jedem transsexuellen Menschen, der selbst meint,
Paradoxien (wie die der "Männer, die sich wie Frauen fühlen")
verbreiten zu müssen, sagen: Löst erstmal euren Gedankenknoten und dann
(aber erst dann) meldet euch bei mir - vorher ist das nämlich ziemlich
nervig....
Sätze wie "Männer, die sich wie Frauen fühlen" oder "Frauen, die sich
wie Männer fühlen" sind derart unsinnig und der Inhalt sich selbst
widersprechend, dass ich mich fragen muss, wie mensch in der Lage ist,
solche Sätze überhaupt zu äussern - vorallem dann, wenn mit z.B.
"Männer, die sich wie Frauen fühlen" transsexuelle Frauen gemeint sein
sollen.
Hier nocheinmal in kurz zusammengefasst, warum der Satz "Männer, die sich wie Frauen fühlen" Unsinn ist:
1. Spätestens in den 70er-Jahren (und zwar mit dem
Bundesverfassungsgerichtsurteil 1978, welches dann zur Einführung des
"Transsexuellengesetzes" geführt hat) war klar: Das psychische
Geschlecht / Gehirngeschlecht eines Menschen ist im Zweifelsfall
geschlechtsbestimmender als sichtbare Körpermerkmale.
2. Wenn das psychische Geschlecht wichtiger ist als die Körpermerkmale,
dann ist eine transsexuelle Frau eine Frau und eben KEIN Mann (das
Gehirngeschlecht / psychische Geschlecht gilt ja dann als
geschlechtsbestimmend)
3. Damit kann eine transsexuelle Frau auch kein Mann sein, "der sich wie eine Frau fühlt"
Menschen, die diesen Satz äussern, outen sich zudem als Menschen, die
nicht akzeptieren wollen, dass die Psyche / Gehirngeschlecht
geschlechtsbestimmend ist, da sie das Geschlecht ja dann doch an
sichtbaren Körpermerkmalen festmachen. Wenn nun transsexuelle Menschen
diesen Satz selbst äussern, ist das etwas wie selbstgemachte
Transphobie, da sich ein Mensch dann zwar einerseits eingesteht "ein
gewisses Gefühl" über sein Geschlecht zu haben, dieses "Gefühl" aber
dann wohl doch nicht so ernst nimmt, um dann selbstbewusst zu äussern:
Ich bin eine Frau oder ein Mann (und fühle mich nicht nur so).
Dass dies, was ich nun einmal Autotransphobie nennen mag, zusätzlich
auch noch sinnvolle Reformen von medizinischen und rechtlichen
Regelungen verhindert, indem sich Menschen lieber freiwillig paradoxen
Theorien unterordnen, führt mich immer wieder zu der Frage: Wieviele
transsexuelle Menschen in Deutschland wollen überhaupt als sie selbst
anerkannt werden? und weiter überlege ich mir oft, wie unfair so eine
unselbstbewusste Einstellung den Menschen gegenüber ist, die ein sehr
deutliches geschlechtliches Selbstwissen besitzen, die aber das Pech
hatten/haben vom "System Trans" zermahlen zu werden, weil sie genau
wegen dieses geschlechtlichen Selbstwissens nicht in der Lage sind sich
zu etwas zu erklären, was sie niemals waren. Sollten die ehrlichen
Menschen für ihre Ehrlichkeit gestraft werden? Nicht wirklich. Wenn ein
System auf Lügen aufgebaut ist, dann sind es doch die vielen kleinen
LÜgen, an denen sich auch transsexuelle Menschen beteiligen, die
wirklich verachtenswert sind.
Damit sind die Sätze "Männer, die wie Frauen fühlen" oder "Frauen, die
wie Männer fühlen" für mich nicht nur paradox oder ein Zeichen
mangelnden Selbstbewusstseins, wenn ihn transsexuelle Menschen äussern,
sondern zusätzlich auch noch alles andere als solidarisch anderen
transsexuellen Menschen gegenüber. Und ich weigere mich hier nocheinmal
deutlich da mit zumachen. Nervt jemand anderen mit euren Anrufen, aber
lasst bitte mich in Ruhe.
Transsexuelle Frauen sind Frauen - transsexuelle Männer sind Männer.
|
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Artikel 1
[Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Artikel 2
[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Artikel 3
[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Transsexualität ist eine Geschlechtskörperstörung, eine Abweichung des Geschlechtskörpers vom angeborenen Geschlecht (und damit wie jede andere körperliche Störung anzusehen).
|